23. April 2021

Der RealitätsCheck

Erkennen und nutzen Sie Ihre persönliche Wahrheit.

„Where is reality there is energy“ – Emaho Montoya

Realität gibt Energie! Das ist der zentrale Grundsatz meiner Arbeit.

„Du musst doch völlig verrückt sein. Wie kannst Du denn Deine Webseite mit diesem Grundsatz starten? Niemand will Realität – das weiß ich als Regisseur und Filmemacher nur zu gut. Die Menschen wollen Träume, Hoffnung, etwas Sozial-Romantik und am Ende ein Happy-End… Überleg Dir doch mal, was Du willst… Willst Du neue Kunden vertreiben oder für Deine Arbeit werben?“

So verlief ein zufälliges Gespräch mit einem bekannten deutschen Filmemacher an einem Abend in der Paris-Bar in Berlin. Er war völlig entsetzt von meinem Ansatz und absolut überzeugt von seiner Erfahrung. Niemand will REALITÄT!

Zu einem großen Teil hat er Recht!

In meiner Arbeit sagen viele meiner Klienten: „Ich will da raus…ich will weg von diesem Empfinden… ich will diese verfluchte Realität loswerden – hinter mir lassen…“

Manchmal versuchen sie Tricks anzuwenden wie „Ich muss diese Realität nur akzeptieren– dann bin ich sie los …“  Als wenn die Realität sich austricksen ließe…

Bestenfalls fragt mein Gegenüber mich

„Wie komme ich denn da raus?“ “Wie kann ich dieses Empfinden loswerden – hinter mir lassen – abwerfen?“ Dann habe ich eine Chance zu antworten und etwas zu diesem Thema beizutragen.

Meine Antwort ist IMMER: „Das Raus ist das Rein – Das Rein ist das Raus…“

Aus meiner therapeutischen Erfahrung gibt es nur diesen Weg, wenn es um eine nachhaltige Lösung aller Probleme und Illusionen im intrapsychischen Erleben eines jeden Menschen geht. Mit diesem Ansatz stehe ich sehr alleine, obwohl es langsam auch hier und da einige ähnliche Ansätze gibt. Zum Beispiel diese interessanten Beitrag:

Ruth Whippman – Pursuit of Happiness

 

Das Raus ist das Rein – Das Rein ist das Raus…

Was bedeutet dieser Ansatz konkret?

Auf der intrapsychischen Ebene geht es darum, das jeweilige innere Erleben in diesem Moment wahrzunehmen und sich darauf einzulassen. Genau die in diesem Augenblick vorhandene intrinsische Wahrheit zu erlauben, sie stattfinden zu lassen, sich ihr hinzugeben und das Haupt zu beugen – mit aller Abwehr, allem Widerstand und dem Kampf dagegen.

Für dieses Reingehen, Zulassen und Nutzen, braucht es eine innere Haltung die sagt: „Es ist wie es ist und es ist OK so, wie es ist – zumindest für diesen Moment und diese konkrete Situation.“

Auf der Ebene des Verhaltens geht es dabei um folgenden Dreierschritt :

1. Wahrnehmen, was jetzt im Moment ist – z.B. „ich bin angespannt – ich bin wütend – ich bin verwirrt – ich traurig…“

2. Annehmen– dieses jeweilige Empfinden/Erleben annehmen  „Es ist wie es ist – ISSO…“ „Genau so bin ich jetzt in diesem Moment…“

3. Verstärken – laut aussprechen – wiederholen – dranbleiben – tiefer gehen lassen

„Ich bin angespannt – ich bin angespannt – ich bin total angespannt – ich so was von angespannt – ich bin frustriert – ich bin total absolut frustriert – ich bin ärgerlich – ich bin so voller Ärger – ich bin wütend – ich bin so was von wütend – ich bin beleidigt – ich bin so sehr gekränkt – ich bin alleine – ich bin so alleine – ich bin verlassen – ich bin total verlassen – ich bin so angespannt – ich bin total angespannt – ich bin wütend – ich bin so sehr wütend und sooooo angespannt…“

Eine ausführliche Anleitung des konkreten Vorgehens finden Sie am Ende des Artikels.

Im Grunde ist der Weg ganz simpel, wenn er einmal durchlebt wurde und die Angst vor der heftigen Ladung der Emotionen sich durch die gelebte Erfahrung auflöst.

Dieser Weg nutzt das, was da ist – das jeweilige Empfinden in diesem Moment – nimmt es an, verstärkt, was Gegeben ist und lässt sich von dem folgenden Erleben weiter führen, bis eine Beruhigung/Erleichterung einsetzt.

Und diese Erleichterung kommt immer – versprochen!

Denn wenn angenommen wird was ist, beruhigt sich das gesamte System des Menschen – Körper, Seele, Geist – ein innerer Frieden setzt ein.

Das Reingehen ist das Rauskommen!

 Und das Sagenhafte daran ist, dass dieser Vorgang immer ganz schnell geht – kurz und heftig ist. Eine Klientin sagte einmal: „Das ist wie ein QUICKIE –  kurz, heftig, intensiv und total entspannend.“

Genauso ist es. Allerdings nur, bei einem 100%-igen Sich-Einlassen. Das Leben und die Realität sind zu 100% wahrhaftig – sie entziehen sich den Tricks…

 

Der RealitätsCheck

  • Was ist das?

 Die theoretische Grundlage

Der RealitätsCheck ist eine von mir entwickelte Methode, bei der Sie lernen, sich schnell und intensiv mit Ihrer momentanen Realität zu verbinden.

Dabei geht es darum, den inneren Kampf mit sich- und auch die oft vorhandenen Illusionen über sich selbst aufzulösen, die vorhandene Wahrheit anzuerkennen und für eine Verbesserung des persönlichen Lebens zu nutzen.

  • Wozu soll das gut sein?

Im Kern geht es darum, das aktuelle Befinden wahrzunehmen und die darin enthaltenen akuten Störungen des Wohlbefindens wie z.B. Anspannung, Unruhe, Angst, Feststecken, aber auch Weg-sein-von-sich-selbst – Unverbunden-sein mit dem eigenen Inneren aufzulösen. Durch diesen Vorgang tritt sehr schnell eine tiefer gehende Entspannung ein, es wird Energie freigesetzt, die dann für konkrete Problemlösungen oder einfach „nur“  für die Lebensfreude verfügbar ist. Klingt vielleicht abstrakt – wirkt aber genau so, da es um ein energetisches Arbeiten mit den intrapsychischen Inhalten geht.

Der RealitätsCheck führt zu einem inneren Frieden und zu einer Erhöhung der eigenen Vitalität, die dann für die individuelle Lebensgestaltung in den verschiedensten Bereichen wie Gesundheit, Beziehungen, Beruf, Hobbies, Gesellschaft zur Verfügung steht.

Das Vorgehen bei dieser Methode bezieht sich auf die Grundprinzipien des energetischen Arbeitens. Die Basis dabei liegt immer in der erlebten inneren Realität des betreffenden Menschen. Es geht darum, diese zu erkennen, anzunehmen und – egal wie die Inhalte sind – sich zu 100% auf diese einzulassen. Dabei zählt nur, was in diesem Moment die individuelle Wahrheit ist. Diese zu erkennen, anzunehmen und sich nur darauf zu beziehen, setzt große Kraft- und Energieressourcen frei, die dann in gezielte Handlungen zur Verbesserung des eigenen Lebens gelenkt werden.

 

Die Arbeit mit der inneren Haltung

  • Die persönlichen Grund-Bedürfnisse

Störungen des Wohlbefindens entstehen meistens dort, wo zentrale Grundbedürfnisse frustriert sind. Diese Tatsache führt immer zu Mangelempfinden, Schmerz, Leid und Frustration. Aufgrund von neurotischen Mustern aus der Kindheit wird dieses schmerzverheißende Mangelerleben verdrängt, negiert, rationalisiert und vermieden.

Mit steigendem Leidensdruck erhöht sich das Unwohlsein und auch der innere Druck, der Körper reagiert als Barometer der Seele und der Mensch wird in die Wahrnehmung des Leids und daraus folgend zu neuen Handlungen – bestenfalls für das persönliche Bedürfnis – „gezwungen“.

Die psychotherapeutische Arbeit mit dem Realitätscheck führt dazu, dass die frustrierten Grundbedürfnisse erkannt werden, diese ins Bewusstsein treten, sie angenommen-, erlaubt und gefühlt werden. Auf diese Weise kann sich das gesamte System des Menschen allmählich beruhigen. Längerfristig braucht es dann jedoch eigenverantwortliche Handlungen für die persönlichen Bedürfnisse. Erst dann tritt eine tiefergehende Beruhigung ein.

Im erwachsenen Leben ist jeder Mensch für sich selbst, die individuelle Bedürfnisbefriedigung und das persönliche Wohlbefinden verantwortlich. Niemand von außen kann die „Für-Sorge“ für sich selbst übernehmen und kein anderer weiß letztlich so genau, was der/die Betreffende wirklich will und braucht.

Die innere Haltung der Selbstbestimmung und Eigenverantwortung führt zu einer konstruktiven Lebens-Gestaltung, die auf der Verhaltensebene des Menschen sichtbar und erlebbar wird. Wenn diese innere Haltung etabliert ist, sorgt der betreffende Mensch eigenverantwortlich und konstruktiv für sich selbst – für die persönlichen Bedürfnisse – und auch für das Wohl der Liebsten sowie für das Gutgehen der sie/ihn umgebenden Welt.

 

Die Arbeit mit dem Verhalten

  • Konsequenzen auf der Handlungsebene

Die psychotherapeutische Arbeit mit dem Realitätscheck führt dazu, dass Menschen erkennen, dass neue Handlungen für ihre individuellen Bedürfnisse anstehen.

Diese Erkenntnis ist manchmal erschreckend, da bestimmte Konsequenzen wie Mangelerleben, Illusionen, Konflikte, Widersprüche erkannt und angenommen werden müssen. Konflikte mit anderen werden zunehmend deutlich. Sie brauchen ein Angehen und Lösen auf der Handlungsebene, damit die persönlichen Grundbedürfnisse längerfristig befriedigt werden. Eine völlig neue, konsequent konstruktive Haltung und ebensolchen Handlungen sind die Folge davon.

Die persönliche Realität kann zunächst als sehr alleine machend empfunden werden, da die meisten Menschen sich für einen anderen Weg – den Weg des Negierens –  entscheiden und Beziehungen eventuell auseinandergehen.

Die innere Wahrheit erkennen kann Angst machen vor den Konsequenzen – die Folge davon ist oft ein erneuter Rückzug in die Flucht. Der Vermeidungskreislauf dreht sein bekanntes Rad… solange, bis der Leidensdruck den Menschen auf die eine oder andere Art umhaut und zur Umkehr zwingt.

„Wer will findet Wege und wer nicht will findet Gründe…“

 

Der RealitätsCheck

  • Wie geht die Methode?

Die konkrete Anwendung

Der Realitäts-Check befähigt Sie zu einem eigenständigen Arbeiten mit dieser Methode. Es kann jedoch gut sein, dass Sie für den Anfang eine Anleitung brauchen. Dafür stehe ich Ihnen jederzeit zur Verfügung.

Um diesen Ansatz zu üben und einen selbstverständlichen Zugang dazu zu finden, lohnt es sich, ihn wie ein tägliches Ritual in den Alltag einzubauen.

 

Die Vorbereitung

Bitte legen Sie sich für diese Übung flach mit dem Rücken auf den Fußboden. Am besten auf einen Teppich, eine weiche Decke oder eine Matte. Der Boden sollte von unten stabil und angenehm sein – ein kalter Fußboden wie ein Stein- oder Fließenboden ist ungeeignet. Genauso ungeeignet sind das Bett oder ein Sofa.

Bitten Sie Ihre Liebsten um 15 Minuten ungestörte Zeit für sich selbst. Bringen Sie Ihre Haustiere in ein anderes Zimmer. Unterbinden Sie jede Geräuschkulisse wie Musik, Radio und Fernsehen – schalten Sie Ihr Telefon aus und gönnen Sie sich mal 10 Minuten völlig ungestört zu sein.

 

Schritt 1 – Sich an den Boden abgeben und tragen lassen

Legen Sie sich mit flachen Rücken und ausgestreckten Beinen auf den Fußboden.

Der Fußboden ist deshalb wichtig, da hier die Schwerkraft besonders gut ansetzen kann und Sie eine Unterstützung beim Loslassen und Sich-vom-Boden-tragen-lassen erhalten.n Wenn der untere Rücken schmerzt, erhöhen Sie Ihre Knie mit einer zusammengerollten Decke oder einer Rolle – die Beine müssen unbedingt ausgestreckt und unverschränkt sein. Erhöhen Sie Ihren Kopf soweit, dass der Nacken gestreckt ist und sich das Kinn leicht zur Brust neigt. Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Kopf mittig liegt und Sie insgesamt gerade liegen.

Legen Sie die Arme entspannt neben den Körper, nehmen Sie eine offene Haltung ein und erlauben Sie sich zunächst einfach dazuliegen, ohne etwas zu tun und zu machen. Geben Sie sich langsam immer mehr an den Boden ab, werden Sie schwerer und schwerer, lassen Sie Ihre Gedanken ziehen wie Wolken an einem windigen Tag – ohne Grübeln, Durchdenken oder etwas lösen bzw. festhalten zu wollen. Wenn Sie das tun, wird sich Ihr Atem allmählich vertiefen. Nehmen Sie sich dafür 2-3 Minuten und genießen Sie die Ruhe, die allmählich Innen und Außen entsteht.

 

Schritt 2 – Das momentane innere Befinden erkennen und wahrnehmen

Richten Sie nun Ihren Blick nach Innen auf Ihr momentanes Befinden. Erkennen Sie das, was in diesem Moment in Ihnen vorgeht – nehmen Sie diese innere Realität wahr – erlauben Sie sich genau so zu sein, wie Sie in diesem Moment wirklich und wahrhaftig sind – ohne Bewertung und Zensur.

 

Schritt 3 – Das momentane innere Befinden annehmen

Wenn Sie Ihre aktuelle innere Realität erkannt haben, beginnen Sie damit diese anzunehmen, indem Sie einen ersten Satz mit „Ich bin…“ formulieren

Beispiel: „Ich bin erschöpft…“ „Ich bin alleine…“ „Ich bin ängstlich“ „Ich bin traurig“ Suchen Sie ernsthaft danach, wie Ihr aktuelles Befinden in diesem Moment wirklich ist und was genau dabei im Vordergrund steht.

 

Schritt 4 – Das momentane innere Befinden verstärken

Verstärken Sie den Zugang zu Ihrem aktuellen Befinden, indem Sie diesen ersten „Ich-bin-Satz“ laut aussprechen und immer wieder wiederholen– wie in einem Looping – bis diese Realität tiefergehend bei Ihnen angekommen ist.

Verstärken Sie dieses Sprechen-im Looping, indem Sie schnell, laut und eindringlich Ihr jeweiliges Befinden aussprechen, wiederholen und dranbleiben.

Der Sinn dabei ist, die Kontrolle auszulösen, den inneren Zensor abzuschwächen und so die tiefergehende Wahrheit an die Oberfläche kommen zu lassen.

Das kann folgendermaßen aussehen:

„Ich bin angespannt – ich bin total angespannt – ich bin so was von angespannt – ich bin so sehr angespannt – ich bin soooooo angespannt, angespannt, angespannt – ich bin wirklich sehr angespannt…“

Laut, schnell, intensiv, wie in einem Fluss sprechen – ohne Stoppen – ohne Denken – ohne Kontrollieren und etwas Forcieren/Weiterbringen wollen – Wirklich geschehen lassen. Das ist die Herausforderung dabei. Wenn das geschieht, kommen automatisch neue Einsichten aus einer tiefergehenden Ebene zu Ihnen. Gehen Sie dann bitte genauso weiter wie vorher.

„Ich bin frustriert  – ich bin frustriert – ich so sehr frustriert – ich bin irgendwie ärgerlich   – ich bin wirklich sehr, sehr ärgerlich – Ich bin soooo sehr ärgerlich – Ich bin wütend…“

Der Weg geht folgendermaßen

  • erkennen
  • laut und schnell aussprechen
  • Wiederholen
  • Kontrolle runterfahren
  • Ankommen lassen
  • Immer weiter und tiefer gehen

 

Schritt 5 – Das momentane innere Befinden in den Körper nehmen

Wenn Ihr akutes Befinden körperliches Empfinden beinhaltet, dann verstärken Sie dieses Erleben bitte in Ihrem Körper. Das geht folgendermaßen:

Bei Anspannung – gehen Sie mit der Anspannung – gehen Sie total in die Anspannung rein „Ich bin                                                                                               angespannt- ich bin total angespannt – ich bin so sehr angespannt…“

Verstärken Sie die Anspannungin Ihrem Körper

  • spannen Sie diesen total an
  • mit aller Kraft
  • halten Sie dabei die Luft an
  • geben Sie alle Kraft, die Sie haben in diese Anspannung
  • halten Sie diese, solange Sie können

Wenn Sie in die Auflösung der Anspannung gehen, machen Sie das sehr langsam und bewusst – schauen Sie dabei nach Innen, was dadurch und danach in Ihrem Inneren geschieht und wie sich Ihr Befinden verändert. Gehen Sie dann in der gewohnten Weise – „Ich bin…“  – weiter mit dem neuen Erleben, Empfinden oder Fühlen.

Bei Unruhe/Nervosität, gehen Sie mit der Unruhe und der Nervosität – gehen Sie total in dieses Erleben rein:„Ich bin unruhig – ich bin total unruhig – ich bin so was von unruhig…“

Nehmen Sie die Unruhein Ihren Körper

  • zappeln Sie mit dem gesamten Körper
  • nehmen Sie Arme, Beine, Rumpf und Kopf mit
  • nehmen Sie Ihre Stimme mit dazu – machen Sie Töne und Laute
  • erlauben Sie sich hemmungslos, laut und wild in Ihren Bewegungen und Tönen zu sein
  • verausgaben Sie sich mit aller Kraft in einem wilden Gezappel bis Sie wie von selbst ruhig werden.

Wenn Sie die Auflösung der Unruhe eintritt bleiben Sie bitte sehr bewusst Schauen Sie dabei nach Innen, was dadurch und danach in Ihrem Inneren geschieht und wie Sie sich verändern. Gehen Sie dann in der gewohnten Weise – „Ich bin…“ – weiter mit dem neuen Erleben, Empfinden oder Fühlen.

 

Schritt 6 – Die Vertiefung zulassen

In der Regel führt die körperliche Verstärkung der vorhandenen Realität in eine tiefergehende Ebene – oft vom körperlichen Erleben weg in ein psychisches Empfinden und vielleicht auch Fühlen.

Das kann folgendermaßen aussehen: „Ich bin alleine – ich bin absolut alleine – ich bin so sehr alleine – ich bin schmerzlich alleine…“ „Ich bin überfordert – ich bin absolut überfordert – ich bin so angestrengt – ich bin so einsam…“ „Ich bin traurig – ich bin traurig – ich bin total traurig – ich bin bedürftig – ich bin so sehr bedürftig – ich bin so im Mangel…“

Manchmal ist es sehr ungewohnt, die Empfindungen von Allein-sein, Überfordert-sein, Einsamkeit und Mangel zuzulassen und wirklich voll und ganz zu erleben. Diese Realität wird oft als bedrohlich wahrgenommen und dann sofort wieder weggeschoben – verdrängt.

Mit der Methode des RealitätsChecks wird Ihre persönliche Wahrheit ans Licht geholt – egal wie diese ist – und für Sie aushaltbar sowie handhabbar gemacht.

Wenn Sie sich zu 100% auf das Vorgehen des RealitätsChecks einlassen, werden Sie dabei die Erfahrung machen, dass Ihre jeweilige Wahrheit, auch wenn sie noch so schlimm und unangenehm ist, absolut aushaltbar und erträglich ist. Und Sie werden erleben, wie dadurch neue Kraft und auch Zuversicht in Ihnen entsteht.

Um dieses Schritt gehen zu können braucht es Ihre innere Erlaubnis, genau so sein zu dürfen, wie die aktuelle Wahrheit ist, auch wenn diese unangenehm und schmerzlich ist.

Hier sind Sie in Ihrer Ehrlichkeit mit sich selbst und Ihrem Leben gefragt.

 

Schritt 7 – Sich Erlaubnis geben wahrhaftig zu sein

Für die tiefer gehende Arbeit mit den jeweiligen Emotionen und deren Lösung braucht es Ihre Erlaubnis, dass Sie so sind, wie Sie wirklich sind – ohne wenn und aber – ohne Schein und Hinterhalt.

Konkret bedeutet das, dass Sie sich selbst die vorhandene innere Wahrheit – egal wie diese ist – mit allen Ängsten, Schmerzen und Befürchtungen – erlauben. „Ich erlaube mir einsam zu sein – ich erlaube mir genau so einsam zu sein, wie ich wahrhaftig bin“ „Ich erlaube mir traurig zu sein – ich erlaube mir zutiefst traurig zu sein – ich erlaube mir zu weinen – ich erlaube mir zu trauern…“ „Ich erlaube mir ängstlich zu sein – ich erlaube mir wirklich ängstlich zu sein – ich erlaube mir genauso ängstlich zu sein, wie ich in diesem Moment bin“ „Ich erlaube mir diejenige/derjenige zu sein, die/der ich wahrhaftig bin – das erlaube ich mir“

Dieses Sich-selbst-die-Erlaubnis-geben öffnet die emotionale Ebene Ihres Seins. Nun kann sich Ihre aktuelle emotionale Realität frei entfalten bzw. das ist die Basis, damit sich die Emotionen verstärken, intensivieren und zum Ausdruck kommen können.

Bestenfalls gibt es jetzt eine emotionale Erschütterung. Der Ausdruck der vorhandenen Emotion öffnet sich und ein heftiger Gefühlsausbruch entlädt sich unkontrolliert.

 

Schritt 8 – Die Angst vor einem Kontrollverlust überwinden

Die meisten Menschen haben Angst, sich der intrapsychischen Wahrheit und den persönlichen Emotionen hinzugeben und zu überlassen. Sie wollen die Kontrolle über sich selbst und das eigene Befinden behalten. Ein Kontrollverlust wird als sehr negativ erlebt und muss unbedingt vermieden werden.

An dieser Stelle scheitere ich oft mit meiner Methode des RealitätsChecks. Ich bin zu 100% auf das Mitgehen meiner Klienten angewiesen – ich bin total abhängig von der Offenheit und Bereitschaft der Menschen, mit denen ich arbeite.

Das ist meine Realität und meine innere Wahrheit!

Wenn die Menschen zu viel Angst haben und blockieren, scheitere ich an dieser Stelle mit meiner Methode und in meiner Arbeit.

Hier heißt es für mich, viel Geduld und Achtsamkeit für meine Klienten aufzubringen und sie immer wieder an den Punkt der Kontrollabgabe heranzuführen, bis die Angst und die Widerstände sich allmählich legen.

Dieser Schritt ist die „hohe Kunst“ in meiner Arbeit – hier hilft nur Mitgefühl, Geduld und Empathie. Meine innere Haltung der Ruhe, Geduld, Achtsamkeit und Liebe für meine Klienten ermöglicht ihnen irgendwann, genauso liebevoll und freundlich mit sich selbst zu sein.

Diese langsam aufbauende Selbst-Liebe ist die Basis für eine innere Sicherheit, die dann auch einen emotionalen Kontrollverlust möglich macht.

Mit jeder Erfahrung von Kontrollabgabe, Verbindung zur eigenen Wahrheit, diese anzunehmen und auszuhalten, wächst die innere Sicherheit des Menschen und eine tiefergehendes Vertrauen zu sich selbst und den anderen Menschen ist die Folge davon.

 

 Schritt 9 – Die emotionale Entladung zulassen

Nun ist die Basis geschaffen, um eine tiefer gehende Lösung und Nutzung der vorhandenen Emotionen zu ermöglichen.

Wie auch immer die erlebte Emotion ist – ob Weinen, Wüten, Angst-erleben, Hilflos-Sein –je intensiver Sie in diesem Moment in die jeweilige Emotion reingehen, diese mit aller Wucht zulassen, ausleben, erlauben und geschehen lassen,  desto schneller legt sich die aufbrausende Welle der Emotion. Eine erste Erleichterung tritt ein  und eine Lösung der emotionalen Anspannung entsteht.

Die emotionale Entladung ist wie eine heftige Welle – auch wie ein intensiver, alles umfassender Quickie – schnell, aufbrausend, heftig, total vereinnahmend und absolut entspannend.

Das Reingehen ist das Rauskommen – Schnell, heftig, intensiv und lösend!

 

Schritt 10 – Eine körperlich-seelische Erleichterung tritt ein

Wenn Sie die emotionale Entladung in aller Heftigkeit und Dynamik erlauben, spüren Sie in kurzer Zeit einen intensiven Aufbau, eine heftige Entladung und eine wohltuende Erleichterung. Alle Spannung im körperlichen-, seelischen- und geistigen Empfinden lösen sich auf und Sie fühlen sich gelöst, befreit und wirklich leichter.

Meistens geht dieser Schritt mit kleinen Bewegungsimpulsen im Körper einher. Das kann ein Zucken in den Beinen sein, ein Gähnen, ein erstes Bedürfnis, sich zu recken und zu strecken. Bitte diese spontan auftretenden Bewegungsimpulse unbedingt zulassen und ausleben. Diese Bewegungs-Bedürfnisse breiten sich dann langsam aus und nehmen den gesamten Körper mit. So entsteht eine körperliche Ausdehnung, die eine seelische Erleichterung begleitet.

Oft sind die Menschen in diesem Moment einfach nur glücklich.

 

 

 Schritt 11 – Ein innerer Frieden entsteht

Wenn Sie diese Übung häufiger anwenden werden Sie merken, dass Sie allmählich eine Art inneren Frieden mit sich selbst und Ihrer Realität aufbauen. Sie kommen schneller durch die Störungen und Anspannungen, die sich in Ihrem Leben aufbauen. Sie trauen sich mehr, in Ihre persönliche Realität einzutauchen – diese zu erkennen und ernst zu nehmen, da sie an Bedrohung verliert. Der mit der Übung einhergehende Kontrollverlust verliert ganz langsam an Bedrohlichkeit.

Sie vertrauen sich selbst mehr dahingehend, dass Sie in der Lage sind, Ihre persönliche Wahrheit auszuhalten – egal wie diese auch ist – und angemessene Lösungen für Ihre Anliegen zu finden.

Dieses Vertrauen in die eigenen Selbstheilungskräfte ist das, was heute Resilienz genannt wird und was die Basis für einen inneren Frieden bildet.

Eine neu erlebte Art Selbst-Liebe stellt sich wie von alleine ein. Diese Erfahrung ist wie ein Geschenk, was Sie vom Leben für Ihren Mut und Ihr Vertrauen bekommen.

 

Schritt 12 – Die Verbindung mit sich selbst

Wenn Sie die Methode des RealitätsChecks wie ein Ritual täglich anwenden, haben Sie eine Garantie darauf, eine innere Verbundenheit mit sich selbst und dem persönlichen Erleben aufzubauen. Das ist das Beste, was Sie für sich selbst und Ihr umfassendes Wohlbefinden tun können. Besonders in dieser aktuellen Zeit, die so sehr zu Verunsicherung und Selbstverleugnung anregt.

Die Grundlage für die stabile Verbindung mit sich selbst, ist der Mut zur persönlichen Wahrheit, auch wenn diese unangenehm und ängstigend ist – auch wenn sie erst einmal zu Alleinsein, Konflikten und Ärgernissen führt.

Wenn Sie sich selbst haben, dann haben Sie den wichtigsten Menschen in Ihrem Leben an Ihrer Seite – Sie haben sich. Was kann Ihnen da noch geschehen?!

Nun haben Sie die wichtigste und persönlichste Partnerschaft in Ihrem Leben. Diese führt Sie in ein friedliches, entspanntes und verbundenes Leben mit sich selbst und dann auch mit den anderen Menschen, die zu Ihnen passen.

 

Der bestmögliche Umgang mit dieser Methode

Optimalerweise lernen Sie die Anwendung des Realitäts-Checks mit meiner Anleitung. Durch meine Anwesenheit und mein Feedback ist es für leichter, nüchtern und bewertungsfrei auf Ihre Realität zu schauen – diese zu erkennen, anzunehmen, laut auszusprechen und ankommen zu lassen.

Meine Anwesenheit und Anleitung hilft vor allem dann, wenn es tiefer geht – wenn sich die vorhandenen Emotionen zeigen. Diese zu differenzieren – bin ich ängstlich oder traurig, wütend oder hilflos – ist oft ungewohnt. Sie dann auch noch in ihrer durchaus heftigen Präsenz zu erleben, ist zumindest am Anfang für die meisten Menschen in der Zusammenarbeit mit mir einfacher. Wahrhaftig mit sich selbst zu sein und  einen ersten, vorsichtigen Kontrollverlust zu erlauben, braucht eine gewisse Sicherheit, die meine Anwesenheit bietet.

Wenn die ersten Erfahrungen mit dieser wirkungsvollen Übung gemacht sind, trauen sich viele, sie eigenständig anzuwenden und im Alltag damit zu üben. Die Methode ist jedoch nur dann wirkungsvoll, wenn Sie sich zu 100 % hineingeben – wenn Sie sich dem was ist, wie immer es ist, wirklich hingeben – wie in eine große Welle hineinspringen und sich von dieser beuteln lassen. Der Vorgang ist immer kurz und heftig und je intensiver Sie reingehen, desto schneller und besser kommen Sie wieder raus. Und: Der Effekt ist umso wirkungsvoller. Dazu gehört Mut – es lohnt sich jedoch auf alle Fälle.

Experimentieren Sie und schauen Sie selbst, welchen Weg Sie mit diesem Realitäts-Check gehen wollen. Ich bin gerne für Sie da, wenn Sie meine Unterstützung wollen.

 

RESÜME

„Alle wollen Ehrlichkeit und keiner verträgt die Wahrheit“

Die meisten Menschen haben große Angst davor, mit sich selbst und der persönlichen Wahrheit in Verbindung zu kommen. Sie fürchten Leid und Schmerz – sie glauben, dass Ihr längst vorhandenes intrinsisches Unwohlsein unaushaltbar ist und sie flüchten vor sich selbst. Diese Flucht vor sich selbst macht jedoch das persönliche Leben zu einer großen Last und Bürde, die über kurz oder lang zu Einsamkeit und massiven körperlichen sowie psychischen Krankheiten führt. Ein nie endender Teufelskreis beginnt, der den Menschen irgendwann massiv in die Knie zwingt.

Die Wahrheit setzt sich immer durch – sie ist stärker als jedes Abwehrsystem – und irgendwann muss sich jeder Mensch seinen persönlichen Abgründen stellen. Zumindest dann, wenn er/sie einigermaßen glücklich und erfüllt leben will.

Angesichts dieser Tatsache ist es doch viel besser, sich eigenverantwortlich der inneren Realität zu stellen – sich dieser angeleitet und ritualisiert zu nähern – und dann allmählich einen erwachsenen Umgang zu lernen, als irgendwann vom Leben dazu gezwungen zu werden. Oder – was sagen Sie? Was ist Ihre Haltung dazu?

Entscheiden Sie bitte selbst, was Sie für sich und Ihr individuelles Leben wollen.

Ein Ende mit Schrecken oder ein Schrecken ohne Ende – wie ein deutsches Sprichwort sagt.

Natürlich werden Sie sich immer wieder mal über Ihre innere Wahrheit und Ihre persönliche Realität erschrecken – dieser Schreck ist jedoch begrenzt und auflösbar – in ihm liegt viel Vitalität und Energie, die Sie schnell und gezielt für sich selbst und Ihr Leben nutzen können, sofern Sie das Wollen und Entscheiden.

Dabei ist die von mir entwickelte Methode des RealitätsChecks eine hervorragende Hilfe, deren Anwendung Sie dazu ermächtigt, sich selbst in die Augen zu schauen und eine wirkliche Verbundenheit mit Ihrem wahrhaftigen Sein aufzubauen.

Ich kann Ihnen die regelmäßige Anwendung dieser Methode nur ans Herz legen – es lohnt sich. Versprochen!

Wenn Sie dabei meine Hilfe und/oder Anleitung wollen oder brauchen, dann bin ich gerne für Sie da.

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