Wieso SexualTherapie?

Die SexualTherapie ist eine gezielte Maßnahme um sich mit Unterstützung eines im Bereich Sexualität erfahrenen Therapeuten, der Entwicklung und Ausformung der persönlichen Sexualität zuzuwenden sowie emotionale Schwierigkeiten, die sich im Bereich der Sexualität festgesetzt haben, tiefgehend zu betrachten, zu erkunden und zu bearbeiten. Eine gute SexualTherapie erforscht mit Ihnen alle Inhalte und Komponenten ihrer sexuellen Bedürfnisse, Vorlieben und Behinderungen. Sie bietet Ihnen kreative Lösungsansätze und erarbeitet gemeinsam mit Ihnen eine nachhaltige Veränderung Ihres sexuellen Lebens.

SexualTherapie biete ich als Einzelarbeit für Frauen und Männer sowie als Paararbeit an.

 

Sex und die menschliche Psyche

Sexualität ist die stärkste energetische Kraft, die wir Menschen unmittelbar erleben können, wenn wir diese zulassen und erlauben. Intensives sexuelles Empfinden lässt uns Menschen lebendig und vital sein sowie die Erfahrung machen, dass wir alle Grenzen überwinden können.

Gleichzeitig konfrontiert uns das Erleben einer intensiven Sexualität mit unseren zentralen Grundbedürfnissen und der großen Abhängigkeit, in der wir Menschen uns immerzu befinden. Für eine erfüllende, intensive und befriedigende Sexualität brauchen wir auf längere Sicht einen Sexualpartner auf Augenhöhe, mit dem wir unser sexuelles Erleben teilen und ausdehnen können. Hier sind wir extrem verletzlich und angreifbar.

Aus all diesen Gründen ist eine lustvolle, intensive und erfüllende Sexualität für die meisten Menschen sehr herausfordernd und beängstigend. Lieber verdrängen sie die starken Emotionen, die mit einer intensiven Sexualität einhergehen, als dass sie sich ihnen aussetzen. Die Unterdrückung dieser Kraftquelle geht solange gut, bis die eingesperrte Energie sich eine andere Ausdrucksform sucht. Das können Süchte sein (auch Sexsucht) sowie Krankheiten, Depressionen und ein exzessiv-zerstörerisches Verhalten.

Grundsätzlich ist es besser, wenn wir Menschen unsere Sexualität bewusst und selbstbestimmt leben, als dass wir von ihr getrieben werden. Genau das wird nämlich geschehen, wenn dieses Power-Paket zu lange und zu massiv unterdrückt oder kompensiert wird.

Sex und Angst

Die Emotion Angst ist sehr eng mit sexueller Erregung verbunden. In beiden Fällen – sowohl bei der Angst, als auch bei einer starken sexuellen Erregung – setzt eine Art Kontrollverlust ein und oft können wir schwer zwischen Angst/Aufregung und Erregung/Lust unterscheiden.

Der konstruktive Umgang mit der energetischen Ladung einer intensiven Sexualität erfordert die Fähigkeit zur Hingabe und ein Vertrauen in sich selbst sowie das Leben – in das größere Ganze, das uns immerzu umgibt. Diese Erfahrung überfordert leider viele Menschen extrem und blockiert ihr erotisches Empfinden ganz grundsätzlich.

Angst wird hier freigesetzt, die jedoch oft unbewusst bleibt und über Vermeidung, Unterdrückung oder Kompensation ihren Ausdruck findet

Oft aktiviert intensives sexuelles Erleben neurotische Komponenten des menschlichen Seins wie Schuldgefühle und ein „schlechtes Gewissen“. Diese Scham-Empfindungen sind lediglich Widerstandsäußerungen und Abwehrmechanismen. Für den Betreffenden geht es darum, diese Empfindungen zu erkennen und zu überwinden, wenn er/sie zu einem erfüllten Sex-Leben finden will. Die neurotischen Abwehrmechanismen behindern eine intensive Erfahrung und die Erfüllung der sexuellen Kraft. Die Kraft wird stattdessen in der Abwehr gebunden.

Tabuthema Sex

Sexualität ist in unserer scheinbar offenen Zeit immer noch und immer wieder ein großes Tabuthema. Sie wird nach wie vor verdrängt und unterdrückt. Sexualität lässt sich aber niemals über eine längere Zeit in ein Image oder eine sozial verträgliche Form pressen. Die menschliche Sexualität ist eine so zentrale Kraft, dass sie einen bewussten und entschiedenen Umgang und eine erfüllende Ausdrucksform braucht, wenn sie auf eine gesunde Weise für das lebendige Leben genutzt werden will.

Nur wenige Menschen und auch Paare sprechen offen und frei über die eigenen sexuellen Wünsche und über die gemeinsame Erfüllung – selbst in sogenannten „normalen“ Beziehungen nicht. Dadurch ist das Sexualleben wesentlich weniger erfüllend als es sein könnte. Oft sind da Ängste und Unsicherheiten, es kommt zu vielen gegenseitigen Kränkungen und Verunsicherungen, über die ebenfalls nicht gesprochen wird. Eine Häufung dieser Erfahrungen führt zu Lustlosigkeit/Libidoverlust und kann in einer Abneigung gegenüber dem Partner enden. Ein Teufelskreis der Frustration und Wut entsteht, aus dem es kaum ein Entrinnen gibt.

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